Geschirr, Gläser, Vasen und andere zerbrechliche Gegenstände benötigen beim Umzug besonderen Schutz. Schon kleine Hohlräume im Karton oder direkter Kontakt zwischen einzelnen Teilen können dazu führen, dass etwas verrutscht, aneinanderstößt oder zerbricht.
Mit den richtigen Kartons, geeignetem Verpackungsmaterial und einer sorgfältigen Packweise lassen sich empfindliche Gegenstände sicher transportieren. AK-Umzüge stellt Ihnen auf Wunsch stabile Umzugskartons und das benötigte Verpackungsmaterial zur Verfügung. Bei der Besichtigung vor Ort oder per Video kann eingeschätzt werden, welche Materialien und Mengen für Ihren Haushalt benötigt werden.
Welches Verpackungsmaterial wird benötigt?
Für Geschirr und andere empfindliche Gegenstände sollten ausschließlich stabile, unbeschädigte Kartons verwendet werden. Besonders geeignet sind kleinere Umzugskartons sowie spezielle Geschirr- und Gläserkartons mit passenden Einsätzen.
Zum Verpacken eignen sich unter anderem:
- stabiles Packpapier
- Seidenpapier für besonders empfindliche Oberflächen
- Luftpolsterfolie
- Schaumfolie
- Geschirr- und Gläsereinsätze
- Zwischenlagen aus Wellpappe
- Kantenschutz
- saubere Geschirr- und Handtücher
- Klebeband zum Verschließen der Kartons
- gut sichtbare Aufkleber mit dem Hinweis „Zerbrechlich“
Zeitungspapier ist nur bedingt geeignet. Die Druckerschwärze kann auf hellem Porzellan, Glas oder anderen empfindlichen Oberflächen Spuren hinterlassen. Sauberes Packpapier ist deshalb in den meisten Fällen die bessere Wahl.
Den Kartonboden richtig polstern
Bevor das erste Geschirrteil in den Karton kommt, sollte der Boden ausreichend gepolstert werden. Eine mehrere Zentimeter starke, gleichmäßige Schutzschicht fängt Stöße ab und verhindert, dass der Inhalt direkt auf dem Kartonboden aufliegt.
Dafür können Sie verwenden:
- zerknülltes Packpapier
- gefaltete Handtücher
- Luftpolsterfolie
- Schaumstoff
- geeignete Polsterkissen
Achten Sie besonders auf die Ecken und Ränder des Kartons. Hier entstehen schnell ungeschützte Bereiche, in die einzelne Gegenstände während des Transports verrutschen können.
Die Polsterung sollte stabil sein und nicht sofort zusammengedrückt werden. Eine einzelne Lage Papier reicht für schweres Geschirr normalerweise nicht aus.
Teller richtig verpacken
Teller sollten einzeln in Packpapier eingeschlagen werden. Legen Sie den Teller mittig auf das Papier, schlagen Sie die Seiten darüber und achten Sie darauf, dass die gesamte Oberfläche bedeckt ist.
Mehrere einzeln verpackte Teller können anschließend zu kleinen Paketen zusammengefasst werden. Diese Pakete sollten jedoch nicht zu schwer werden.
Teller werden möglichst hochkant in den Karton gestellt. In dieser Position können sie Belastungen häufig besser aufnehmen als bei einer flachen Stapelung. Vergleichbar ist dies mit Schallplatten, die nebeneinander im Karton stehen.
Achten Sie dabei auf folgende Punkte:
- jeden Teller einzeln einwickeln
- große und schwere Teller nach unten stellen
- Teller hochkant und dicht nebeneinander anordnen
- keine ungeschützten Oberflächen aneinanderstellen
- Zwischenräume sorgfältig ausfüllen
- keinen starken Druck auf die Teller ausüben
Der Karton darf nicht so voll sein, dass sich die Teller beim Verschließen verspannen.
Tassen und Becher sicher einpacken
Tassen und Becher sollten ebenfalls einzeln verpackt werden. Besonders empfindlich sind Henkel, da sie durch seitlichen Druck oder Stöße leicht abbrechen können.
Wickeln Sie zunächst etwas Packpapier um den Henkel und anschließend die gesamte Tasse ein. Der Hohlraum kann locker mit weichem Papier ausgefüllt werden. Dadurch wird die Tasse zusätzlich stabilisiert.
Tassen sollten aufrecht oder leicht versetzt in den Karton gestellt werden. Legen Sie keine schweren Teller, Töpfe oder anderen Gegenstände darauf.
Empfindliche Tassen mit dünnen Henkeln oder besonderem Wert können zusätzlich mit Luftpolsterfolie geschützt werden.
Gläser richtig verpacken
Gläser sind häufig dünnwandiger als Tassen und reagieren besonders empfindlich auf seitlichen Druck. Jedes Glas sollte einzeln und vollständig in Packpapier eingewickelt werden.
Füllen Sie den Hohlraum des Glases locker mit Papier. Das Papier darf nicht mit Kraft hineingedrückt werden, da zu hoher Innendruck dünnes Glas beschädigen kann.
Gläser werden am besten aufrecht in den Karton gestellt. Der Rand sollte dabei nach oben zeigen. Stellen Sie Gläser nicht auf den Kopf, wenn der Rand besonders dünn oder empfindlich ist.
Für das Verpacken gilt:
- jedes Glas einzeln einwickeln
- etwas Papier locker in den Hohlraum geben
- Gläser nicht ineinanderstecken
- schwere und stabile Gläser nach unten stellen
- dünnwandige Gläser nach oben packen
- direkten Kontakt zwischen den Gläsern vermeiden
- alle Zwischenräume auspolstern
Spezielle Gläserkartons mit einzelnen Fächern erleichtern den sicheren Transport. Auch bei einem solchen Einsatz sollten besonders empfindliche Gläser zusätzlich eingewickelt werden.
Weingläser und Sektgläser schützen
Bei Wein-, Sekt- und Cocktailgläsern sind Stiel und Fuß besonders gefährdet. Wickeln Sie zunächst den Stiel vorsichtig mit Papier oder Schaumfolie ein. Anschließend wird das gesamte Glas vollständig verpackt.
Der Stiel sollte nicht durch eine zu straffe Wicklung oder starken Druck belastet werden. Das fertig verpackte Glas wird aufrecht in ein separates Fach oder in einen sorgfältig gepolsterten Bereich des Kartons gestellt.
Zwischen mehreren Stielgläsern muss ausreichend Abstand beziehungsweise Polstermaterial vorhanden sein. Schwere Gegenstände dürfen weder daneben drücken noch daraufgestellt werden.
Sehr hochwertige Gläser sollten möglichst in dafür vorgesehenen Verpackungen oder ihren Originalkartons transportiert werden.
Schüsseln und Schalen verpacken
Schüsseln können viel Platz beanspruchen. Mehrere stabile Schüsseln dürfen ineinandergestellt werden, wenn jede einzelne Schüssel zuvor vollständig eingewickelt und zwischen den Teilen ausreichend Polstermaterial eingelegt wurde.
Die größte und stabilste Schüssel kommt nach unten. Kleinere Schüsseln können darüber eingesetzt werden. Der gesamte Stapel wird anschließend noch einmal gemeinsam geschützt.
Empfindliche oder dünnwandige Schalen sollten besser einzeln verpackt werden. Das gilt insbesondere für:
- Porzellan
- Keramik
- feines Glas
- handgefertigte Schalen
- Schüsseln mit empfindlicher Glasur
- dekorative Einzelstücke
Achten Sie darauf, dass die Schüsseln nicht durch das Gewicht anderer Gegenstände belastet werden.
Besteck und Küchenmesser verpacken
Normales Besteck kann in kleinen Bündeln zusammengefasst und in Papier eingewickelt werden. Es sollte nicht lose im Karton liegen, da einzelne Teile zwischen andere Gegenstände rutschen können.
Scharfe Küchenmesser müssen besonders gesichert werden. Die Klingen sollten vollständig mit stabiler Pappe oder einem geeigneten Klingenschutz umschlossen werden. Fixieren Sie den Schutz so, dass er sich während des Transports nicht lösen kann.
Verpacken Sie Messer möglichst in einer separaten, deutlich gekennzeichneten Box. Die Spitzen dürfen weder den Karton noch das Verpackungsmaterial durchstoßen können.
Messerblöcke sollten geleert werden, sofern die Messer darin nicht zuverlässig gegen Herausfallen gesichert werden können.
Töpfe und Pfannen richtig einpacken
Töpfe und Pfannen sind weniger zerbrechlich, können jedoch empfindliche Beschichtungen besitzen. Außerdem können schwere Metallteile anderes Geschirr beschädigen.
Legen Sie zwischen gestapelte Töpfe und Pfannen jeweils eine Lage Packpapier, Schaumfolie oder ein sauberes Geschirrtuch. Glasdeckel werden separat eingewickelt und möglichst hochkant im Karton verstaut.
Abnehmbare Griffe sollten entfernt und gemeinsam mit dem jeweiligen Kochgeschirr gekennzeichnet verpackt werden.
Töpfe eignen sich gut, um leichte und unempfindliche Küchenutensilien aufzunehmen. Schwere oder spitze Gegenstände sollten jedoch nicht ungeschützt hineingelegt werden.
Vasen und dekorative Glasobjekte sichern
Vasen besitzen häufig unregelmäßige Formen, schmale Hälse oder besonders empfindliche Ränder. Füllen Sie den Hohlraum locker mit Packpapier und wickeln Sie anschließend die gesamte Vase mehrfach ein.
Besondere Aufmerksamkeit benötigen:
- schmale Hälse
- Henkel und Griffe
- ausgestellte Ränder
- aufgesetzte Verzierungen
- Füße und Sockel
- bereits vorhandene Haarrisse
- unregelmäßige Formen
Kleine Anbauten und Verzierungen sollten zusätzlich gepolstert werden. Eine Vase darf im Karton nicht unmittelbar neben einem schweren Gegenstand stehen.
Sehr große oder wertvolle Vasen benötigen gegebenenfalls einen eigenen Karton. Dieser sollte so gewählt werden, dass auf allen Seiten ausreichend Platz für eine durchgehende Polsterung bleibt.
Porzellanfiguren und Sammlerstücke verpacken
Figuren und Sammlerstücke sind häufig nicht nur zerbrechlich, sondern aufgrund ihrer Form besonders schwierig zu verpacken. Dünne Arme, Beine, Flügel oder andere abstehende Teile können schon bei geringem Druck abbrechen.
Wickeln Sie solche Bereiche zunächst einzeln mit weichem Material ein. Anschließend wird die gesamte Figur geschützt. Hohlräume und Zwischenräume sollten ausgefüllt werden, ohne dabei Druck auf empfindliche Teile auszuüben.
Bei besonders wertvollen Stücken empfiehlt sich eine doppelte Verpackung:
- Das Objekt wird sorgfältig gepolstert und in einen passenden Innenkarton gelegt.
- Dieser Innenkarton kommt mit einer weiteren Polsterschicht in einen größeren Außenkarton.
So werden Stöße deutlich besser abgefangen. Wertvolle Sammlerstücke sollten Sie AK-Umzüge bereits bei der Besichtigung zeigen, damit eine geeignete Verpackung und Transportweise eingeplant werden kann.
Bilderrahmen, Spiegel und Glasplatten schützen
Bilderrahmen, Spiegel und einzelne Glasplatten gehören nicht lose in einen normalen Umzugskarton. Die Flächen sowie alle Ecken und Kanten müssen besonders geschützt werden.
Verwenden Sie je nach Größe:
- Bilderkartons
- Kantenschutz
- Wellpappe
- Schaumfolie
- Luftpolsterfolie
- stabile Zwischenplatten
- Möbeldecken für große Objekte
Bilder und Spiegel sollten möglichst hochkant transportiert werden. Flach liegend können sie unter Belastung leichter brechen.
Mehrere Rahmen dürfen nur nebeneinandergestellt werden, wenn sie einzeln verpackt und durch stabile Zwischenlagen voneinander getrennt sind. Schwere Gegenstände dürfen nicht darauf abgestellt werden.
Sehr große Spiegel oder Glasplatten sollten durch das Umzugsteam verpackt und gesichert werden.
Lampen und Leuchten vorbereiten
Lampen besitzen oft eine Kombination aus Glas, Metall, Stoff und empfindlicher Elektrik. Vor dem Verpacken sollten Leuchtmittel entfernt und separat geschützt werden.
Falls möglich, nehmen Sie außerdem ab:
- Lampenschirme
- Glasabdeckungen
- lose Aufhängungen
- Kristalle und Anhänger
- abnehmbare Füße
- empfindliche Verzierungen
Fotografieren Sie bei aufwendigen Leuchten vor dem Abbau, wie einzelne Teile befestigt sind. Schrauben und Kleinteile werden in einem beschrifteten Beutel aufbewahrt.
Lampenschirme dürfen nicht zusammengedrückt oder mit schweren Gegenständen belastet werden. Sie benötigen einen ausreichend großen Karton und sollten mit leichtem, sauberem Material gepolstert werden.
Arbeiten an fest installierten elektrischen Anschlüssen dürfen nur von entsprechend qualifizierten Personen ausgeführt werden.
Fernseher, Monitore und empfindliche Geräte verpacken
Für Fernseher, Monitore und andere empfindliche Geräte ist die Originalverpackung meistens die sicherste Lösung. Sie besitzt passende Formteile und schützt das Gerät an den vorgesehenen Stellen.
Ist die Originalverpackung nicht mehr vorhanden, sollte ein spezieller TV- oder Gerätekarton verwendet werden. Das Gerät wird zusätzlich mit Schaumfolie, Kantenschutz und geeigneten Polstern gesichert.
Beachten Sie dabei:
- alle Kabel und externen Geräte entfernen
- Anschlüsse vor dem Abbau fotografieren
- Kabel und Zubehör beschriften
- Standfüße nach Möglichkeit abnehmen
- Bildschirmflächen nicht punktuell belasten
- Geräte aufrecht transportieren
- keine schweren Kartons daraufstellen
- Geräte vor Feuchtigkeit schützen
Decken oder Luftpolsterfolie allein reichen bei einem großen Fernseher häufig nicht aus. Informieren Sie AK-Umzüge deshalb vorab über besonders große oder hochwertige Geräte.
Kunstwerke und wertvolle Einzelstücke
Originale, Skulpturen und andere wertvolle Objekte benötigen eine auf ihren Aufbau und ihre Oberfläche abgestimmte Verpackung. Manche Materialien dürfen nicht direkt mit Luftpolsterfolie, Klebeband oder Kunststoff in Kontakt kommen.
Zeigen Sie hochwertige Kunstwerke bereits bei der Besichtigung und informieren Sie das Umzugsunternehmen über:
- Material und Größe
- empfindliche Oberflächen
- abstehende Teile
- vorhandene Schäden
- besonderen finanziellen Wert
- besondere klimatische Anforderungen
- vorhandene Transportkisten oder Originalverpackungen
Je nach Gegenstand kann eine individuelle Transportverpackung erforderlich sein. Besonders wertvolle Objekte sollten außerdem separat dokumentiert und gegebenenfalls zusätzlich versichert werden.
Empfindliche Gegenstände im Originalkarton transportieren
Originalverpackungen sind bei vielen empfindlichen Produkten die beste Wahl. Sie wurden speziell für Größe, Gewicht und Form des jeweiligen Gegenstands entwickelt.
Das gilt beispielsweise für:
- Fernseher und Monitore
- Computer
- Lautsprecher
- Küchengeräte
- hochwertige Kaffeemaschinen
- Lampen
- Porzellanserien
- Sammlerstücke
- Musikinstrumente
Prüfen Sie vor der Verwendung, ob Karton und Formteile noch unbeschädigt sind. Fehlende Polster sollten durch geeignetes Material ersetzt werden.
Die Originalverpackung sollte zusätzlich beschriftet werden, damit klar erkennbar ist, in welchen Raum der Gegenstand am neuen Standort gehört.
Hohlräume vollständig ausfüllen
Ein gut gepackter Karton enthält möglichst keine freien Bereiche, in denen sich Gegenstände bewegen können. Kontrollieren Sie den Karton deshalb nach jeder Lage und füllen Sie alle Zwischenräume mit weichem Polstermaterial.
Geeignet sind:
- zerknülltes Packpapier
- Schaumstoff
- Luftpolsterfolie
- saubere Geschirrtücher
- kleine Handtücher
- spezielle Polsterkissen
Das Material sollte die Gegenstände fixieren, ohne starken Druck auf sie auszuüben. Besonders dünnes Glas darf nicht zwischen schweren Gegenständen eingeklemmt werden.
Rütteln Sie den fertig gepackten, noch offenen Karton vorsichtig. Wenn sich der Inhalt hörbar bewegt, ist weitere Polsterung erforderlich.
Schwere und leichte Gegenstände richtig verteilen
Schwere und stabile Gegenstände gehören nach unten, leichte und besonders empfindliche Teile nach oben. Ein Karton mit Geschirr sollte dennoch nicht zu schwer werden.
Als Richtwert gilt:
- schwere Teller und Schüsseln nach unten
- stabiles Alltagsgeschirr in die Mitte
- leichte Tassen und Gläser weiter nach oben
- besonders dünnwandige Gegenstände ganz oben oder separat verpacken
Das Gewicht sollte gleichmäßig verteilt sein. Ein einseitig beladener Karton kann beim Tragen kippen und lässt sich schlechter stapeln.
Packen Sie Geschirr besser auf mehrere kleinere Kartons, statt einen großen Karton vollständig zu füllen.
Wie voll sollte der Karton sein?
Ein Karton mit zerbrechlichem Inhalt sollte vollständig gefüllt sein, damit sich während des Transports nichts bewegt. Er darf jedoch weder überladen noch unter Spannung verschlossen werden.
Oben sollte eine abschließende Polsterschicht eingelegt werden. Der Deckel muss sich anschließend ohne Kraftaufwand schließen lassen und darf sich nicht wölben.
Ein richtig gepackter Karton:
- hat einen gepolsterten Boden
- enthält keine ungeschützten Gegenstände
- besitzt keine freien Hohlräume
- lässt sich vollständig schließen
- ist problemlos tragbar
- bleibt beim vorsichtigen Bewegen ruhig
- kann sicher gestapelt werden
Ragt etwas aus dem Karton heraus, muss es anders oder separat verpackt werden.
Kartons deutlich kennzeichnen
Kartons mit Geschirr, Glas oder anderen empfindlichen Gegenständen sollten gut sichtbar gekennzeichnet werden. Schreiben Sie nicht nur „Zerbrechlich“ auf den Deckel, sondern auch auf mehrere Seitenflächen.
Sinnvolle Hinweise sind:
- „Zerbrechlich“
- „Glas“
- „Geschirr“
- „Nicht stapeln“
- „Oben“
- Zielraum
- kurze Inhaltsangabe
Eine Kennzeichnung ersetzt allerdings keine sichere Verpackung. Auch deutlich beschriftete Kartons müssen so gepackt sein, dass der Inhalt normale Belastungen während eines Umzugs möglichst schadlos übersteht.
Kartons mit zerbrechlichem Inhalt richtig stapeln
Beim Bereitstellen und im Umzugswagen gehören Kartons mit empfindlichem Inhalt nicht unter schwere Bücher-, Werkzeug- oder Aktenkartons.
Stabile Geschirrkartons können abhängig von ihrer Bauart vorsichtig gestapelt werden. Voraussetzung ist, dass sie vollständig geschlossen sind, sich der Deckel nicht wölbt und der Inhalt keinen Druck auf die Oberseite ausübt.
Kartons mit besonders empfindlichen Gläsern, Vasen oder Sammlerstücken sollten oben stehen oder separat gesichert werden. Sie dürfen während der Fahrt weder verrutschen noch umkippen können.
Was sollte besser separat transportiert werden?
Nicht jeder empfindliche Gegenstand gehört zusammen mit dem übrigen Hausrat in einen normalen Umzugskarton. Besonders wertvolle oder unersetzliche Dinge sollten nach Möglichkeit persönlich oder in einer speziell geplanten Verpackung transportiert werden.
Dazu können gehören:
- wertvoller Schmuck
- unersetzliche Erinnerungsstücke
- hochwertige Sammlungen
- seltenes Porzellan
- Originalkunstwerke
- empfindliche Datenträger
- wichtige Dokumente
- Gegenstände mit sehr hohem persönlichem Wert
Sprechen Sie solche Gegenstände vor dem Umzug mit AK-Umzüge ab. So kann geklärt werden, welche Verpackung und Transportart sinnvoll ist.
Geschirr für eine Einlagerung vorbereiten
Geschirr und Gläser, die zunächst eingelagert werden, müssen besonders sorgfältig verpackt sein. Die Kartons bleiben möglicherweise über einen längeren Zeitraum geschlossen und werden währenddessen bewegt oder gestapelt.
Verwenden Sie ausschließlich saubere und vollständig trockene Gegenstände. Feuchtigkeit kann während der Lagerung zu Gerüchen, Flecken oder Schäden an Verpackungen führen.
Beschriften Sie die Kartons möglichst genau. Statt nur „Küche“ zu notieren, sind Angaben wie „Alltagsgeschirr“, „Weingläser“ oder „Porzellanservice“ hilfreicher.
AK-Umzüge kann entsprechend verpacktes Umzugsgut bei Bedarf vorübergehend oder längerfristig einlagern.
Auspacken ohne Schäden
Auch beim Auspacken ist Vorsicht erforderlich. Stellen Sie den Karton auf eine stabile, freie Fläche und nehmen Sie zunächst die obere Polsterschicht heraus.
Packen Sie die Teile einzeln aus und stellen Sie diese direkt an einem sicheren Platz ab. Stapeln Sie ausgewickeltes Geschirr nicht auf einem wackeligen Untergrund oder am Rand einer Arbeitsplatte.
Gehen Sie beim Auspacken am besten so vor:
- Karton auf sichtbare Beschädigungen prüfen.
- Karton vollständig öffnen.
- Obere Polsterung entfernen.
- Empfindliche Gegenstände einzeln herausnehmen.
- Verpackungsmaterial vollständig entfernen.
- Gegenstände auf mögliche Schäden kontrollieren.
- Packpapier für weitere Kartons aufbewahren oder entsorgen.
Greifen Sie nicht blind in das Verpackungsmaterial. Darin können sich kleine Teile, Glassplitter oder scharfkantige Gegenstände befinden.
Typische Fehler beim Verpacken von Geschirr und Glas
Viele Transportschäden entstehen nicht durch einen großen Stoß, sondern durch kleine Bewegungen und den direkten Kontakt einzelner Teile.
Zu den häufigsten Fehlern gehören:
- mehrere Teller werden ungeschützt aufeinandergestapelt
- Gläser werden ineinandergesteckt
- Hohlräume bleiben unausgefüllt
- schwere Gegenstände liegen auf dünnem Glas
- der Kartonboden ist nicht gepolstert
- der Karton ist zu groß oder zu schwer
- Zeitungspapier färbt auf empfindliche Oberflächen ab
- Gläser werden auf ihrem empfindlichen Rand abgestellt
- Kartons werden überfüllt
- der Deckel kann nicht vollständig geschlossen werden
- zerbrechliche Kartons werden nicht gekennzeichnet
- schwere Kartons werden daraufgestapelt
Nehmen Sie sich beim Verpacken empfindlicher Gegenstände ausreichend Zeit. Ein zusätzlicher Karton und etwas mehr Packpapier sind meist günstiger als beschädigtes Geschirr oder ein zerbrochenes Erinnerungsstück.